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Ein ehemaliger Leiter des Roskosmos hat eine irrige Behauptung geäußert, dass US-Astronauten nicht auf dem Mond gelandet sind


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Der US-Astronaut Buzz Aldrin steht vor der amerikanischen Flagge, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Neil Armstrong nach der Landung auf dem Mond gehisst hat. (Archivbild)

Der US-Astronaut Buzz Aldrin steht vor der amerikanischen Flagge, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Neil Armstrong nach der Landung auf dem Mond gehisst hat. (Archivbild) © Imago/Nasa

Der ehemalige Chef der russischen Raumfahrtorganisation Roskosmos, glaubt nicht an die Mondlandung - aber an eine Unterwanderung des sowjetischen Raumfahrtprogramms durch die USA.

Moskau - Im Juli 1969 sind die US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen auf dem Mond gelandet. Die beiden haben damit Geschichte geschrieben, die jedoch bis heute von manchen angezweifelt wird. Nun gesellt sich ein prominenter Name zur Riege der Menschen, die behaupten, die USA seien gar nicht auf dem Mond gelandet: Dmitri Rogosin. Der Russe war mehr als sechs Jahre lang einer der stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten. Von Mai 2018 bis Juli 2022 leitete er die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos. Nach seiner Entlassung ging er als militärischer Berater in die russisch besetzten Gebiete in der Ukraine.

Doch auch fast ein Jahr nach seiner Entlassung äußert sich Rogosin noch zu Raumfahrtthemen - im aktuellen Fall zur Mondlandung der USA, wie das Portal Ars Technica berichtet. Auf seinem Telegram-Account habe Rogosin geschrieben, dass er während seiner Zeit in der Regierung und während seiner vierjährigen Amtszeit bei Roskosmos sein Team darum gebeten habe, zu untersuchen, ob die US-Raumfahrtorganisation Nasa Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre tatsächlich Menschen auf den Mond gebracht habe. „Es war mir nicht klar, wie die Vereinigten Staaten auf dem Stand der technologischen Entwicklung der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts das tun konnten, was sie heute noch nicht können“, schreibt Rogosin.

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Als Antwort habe er wütende Antworten von „Nasa-Fans“ innerhalb von Roskosmos erhalten, die die Kooperation mit den USA bei der Internationalen Raumstation ISS nicht beeinträchtigen wollten. Als Beweis für die Mondlandung habe er lediglich ein Buch des Kosmonauten Alexei Leonov erhalten. Am Ende seiner „Untersuchung“ erklärt Rogosin: Statt eines Beweises für die Mondlandung der Amerikaner zu erhalten, habe er „Beweise für ihre Leute in unserem Establishment“ bekommen.

Während seiner Zeit als Chef der russischen Raumfahrtorganisation fiel Rogosin nicht dadurch auf, dass er das amerikanische „Apollo“-Programm anzweifelte - er machte eher durch Drohungen auf sich aufmerksam. Beispielsweise drohte er regelmäßig damit, dass Russland sich aus dem ISS-Programm verabschieden würde. Als Konsequenz könne die ISS dann zur Erde stürzen, so eine weitere beliebte Drohung Rogosins.

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Was seine neueste Behauptung, die USA seien nicht auf dem Mond gelandet, jedoch besonders absurd macht, ist folgende Tatsache: Bis zur ersten Mondlandung am 21. Juli 1969 befanden sich die USA und die damalige Sowjetunion im sogenannten „space race“, einem Wettlauf zum Mond. Beide Nationen beobachteten genauestens die Aktivitäten des anderen Landes. So ist nicht nur bekannt, dass die Sowjetunion die Mondlandung damals vom Boden aus in Echtzeit beobachtete - zu der Zeit, als die Landefähre mit Armstrong und Aldrin auf dem Mond aufsetzte, befand sich auch eine sowjetische Raumsonde in einer Umlaufbahn um den Mond.

„Luna 15“ war drei Tage vor Armstrong und Aldrin zum Mond gestartet und umkreiste ihn zwei Tage lang, während die beiden US-Astronauten den Mond betraten und dort ihren Aufgaben nachgingen. Geplant war, dass die Raumsonde auf dem Mond landet und Mondgestein zur Erde zurückbringt. Doch die Landung ging schief: Nur Stunden, bevor die amerikanischen Astronauten wieder vom Mond abhoben und zur Erde zurückkehrten, stürzte „Luna 15“ ab.

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„Apollo 11“ und „Luna 15“ waren der Höhepunkt des „space race“

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Die parallelen Missionen von „Apollo 11“ und „Luna 15“ gelten heute als der Höhepunkt des Wettlaufs zum Mond, der mit der amerikanischen Mondlandung entschieden wurde. Gleichzeitig gab es bei den beiden Missionen erstmals eine Verständigung zwischen den USA und der Sowjetunion im All: Die Sowjets veröffentlichten den Flugplan von „Luna 15“, um zu verhindern, dass die Raumsonde mit „Apollo 11“ kollidiert. Es scheint, als hätte man diesen Teil der Geschichte in manchen russischen Kreisen vergessen. (tab)

Mondlandungen sind auch heute noch schwierig, wie das Scheitern einer japanischen Mission zeigt.

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Author: Heather Flores

Last Updated: 1703767203

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